1. Falls Sie sich selbst oder anderen helfen wollen, ein paar Dinge in ihrem Leben zu verändern, so lesen Sie von Giorgio Nardone „Pirouetten um Supermarkt. Nardone- ein Freund von Watzlawik und „brillanter Denker“ stellt hier seinen Ansatz der Kurzzeittherapie vor. Als Coach im 50sten Lebensjahr habe ich schon viele sehr gute Bücher gelesen. Dieses Buch ist für mich (jedenfalls zur Zeit) das Beste. Warum?
1) genialer Ansatz,
2) kein Satz zuviel,
3) eine ganz klare, einfach verständliche Anweisung zur (Selbst-)Anwendung (am letzten Punkt scheitern viele Kollegen/innen).
Vielen Dank Directore Nardone! http://bit.ly/z6gKYE
2. Falls Sie mal etwas zum Abspannen brauchen: Gestern habe ich noch ein letztes Geburtstagsgeschenk -der war Ende Dezember- erhalten. Ein Taschenbuch. Einen Krimi. Ich lese nie Krimis. Doch dieses Buch von Ferdinand von Schirach habe ich am Stück durchgelesen und bin heute etwas müde, doch an einem Freitag ist auch ok. http://amzn.to/xCK8S8
Im Coaching geht es um das Erreichen von Zielen, jedoch nicht darum, einem Marketingprofi Tipps für ein besseres Marketing, einer Chefredakteurin Tipps für bessere Artikel oder einer Ingenieurin Tipps zum Brückenbau zu geben. Vielmehr geht es um hierarchische sowie kollegiale Beziehungsverhältnisse und um die damit verbundenen Gefühle. Wie erfolgreich Sie in Ihrem Beruf sind, hängt neben Ihrer Fachkompetenz davon ab, wie gut Sie mit Ihren eigenen und den Gefühlen der Anderen umgehen können. Eine wichtige Erkenntnis bietet hier der Ansatz von Leslie Greenberg mit seiner Unterscheidung zwischen primären und sekundären Emotionen. Dazu ein Beispiel: Sie ärgern sich über Ihren Kollegen (oder Ihre Kollegin). Betrachten Sie diesen Ärger als eine sekundäre Emotion.
Durch Innehalten und Selbstreflexion (eventuell unterstützt durch Coaching) wird Ihnen bewusst, dass Ihre tiefere „primäre Emotion“ Verletztheit ist, da dieser Kollege (oder diese Kollegin) Ihnen vor Jahren etwas vor der Nase weggeschnappt hat, was eigentlich Ihnen zustand. Da Sie nun die echte Emotion (Gekränktheit) kennen, können Sie adäquater reagieren: Statt mit einer bissigen Bemerkung zurückzuschlagen, gehen Sie auf diesen Menschen zu und sagen ihm, dass Sie sich durch sein Vorgehen gekränkt fühlen und sich ein anderes Verhalten wünschen. Formulieren Sie den Wiúnsch kurz und deutlich. Ein solches Vorgehen macht eine Auflösung des Konfliktes in Ihrem Sinne sehr wahrscheinlich, denn aus meiner Erfahrung gibt es kaum Menschen, die es genießen, mit anderen im Clinch zu stehen. So wird auch Ihr Gegenüber im Grunde froh sein, wenn Sie ihm die Chance geben, den Frieden wieder herzustellen.
Martin Hertkorn
Coaching in Berlin
Es kommt immer wieder in unserem Leben vor, dass wir uns von jemandem oder von etwas trennen müssen, wie zum Beispiel durch Ortswechsel oder durch einen Jobwechsel, wobei wir seit Jahren vertraute Menschen zurücklassen. Dies ist dann auch Thema im Coaching. Bei Trennung denken wir natürlich in erster Linie an die Auflösung einer Ehe oder einer Partnerschaft. Doch gerade auch berufliche Trennungen belasten uns oft mehr, als wir uns dies selbst gegenüber einzugestehen in der Lage sind. Bleibt eine Trennung unreflektiert, brechen in gänzlich anderen Settings plötzlich für uns selbst nicht verstehbare Gefühlsanwandlungen hervor, die uns zu unkontrollierten Handlungen verleiten (wie den Hund treten, die Frau oder den Mann wegen einer Kleinigkeit anschreien usw.). Solche unkontrollierten Ausbrüche tun uns und unserer Umwelt schlicht nicht gut. Um nun auf den provokanten Titel „Trennung leicht gemacht“ zurückzukommen,hier ein paar Regeln:
- Nehmen Sie Trennungen nicht leicht, sondern notieren Sie die traurigen Anteile, welche die Trennung mit sich bringt. Sprechen Sie mit jemandem darüber, was Sie da verloren haben und was Sie vermissen werden. Geben Sie also der Trauer und dem Schmerz oder gegebenenfalls auch der Wut Raum, akzeptieren Sie deren Existenz.
- Machen Sie es sich bewusst, dass wir Menschen soziale Wesen sind, die innerlich mit anderen Menschen verbunden sind. Überlegen Sie sich, was Sie von den Menschen, die Sie zurücklassen, gelernt haben. Fassen Sie einige Punkte, für die Sie dankbar sein können, für sich zusammen. Geben Sie sich dem Gefühl der Dankbarkeit hin.
- Denken Sie jetzt an Ihre Zukunft und stellen Sie sich vor, wie Ihre neuen Beziehungen aussehen werden, wenn alles wirklich gut verläuft. Bleiben Sie dabei nicht nur in einer rationalen, kognitiven Ebene, sondern versuchen Sie, in sich das Gefühl herzustellen, das Sie empfinden, wenn Sie die neue(n) Beziehung(en) tatsächlich erleben.
Alles, was Sie dazu brauchen, ist die Bereitschaft und den inneren Wunsch, Ihre Gefühle als real existierende Anteile Ihrer Persönlichkeit zu akzeptieren, zu respektieren und Sie in Ihre kognitive Gedankenwelt mit einzubeziehen. Dies erfordert die Bereitstellung von Zeit. Aus meiner Sicht eine Zeit, die sich auszahlt und das Leben reicher macht.
Dr. Martin Hertkorn
Coaching in Berlin
Die Möglichkeit, mit außen stehenden Professionellen einzelne Lebensphasen reflektieren und damit für die Zukunft besser planen zu können, sehe ich als die große Chance unserer Zeit. Die systemtheoretische Sichtweise, die auf die „Anschlussfähigkeit“ von Beratung hohen Wert legt, ist aus meiner Erfahrung eine Grundvoraussetzung für gelungenes Coaching. Aus dieser Perspektive habe ich als Coach nicht die Aufgabe, Lösungen vorzugeben, als diese vielmehr gemeinsam mit dem Coachee von dessen persönlichen Standpunkt aus zu erarbeiten.
Wahrheit ist immer ein subjektives Konstrukt. Nicht meine Sicht auf die Dinge ist der Maßstab für die Beratung als vielmehr die Sicht meiner Kunden, die ich im Fokus der gesetzten Ziele zu verstehen und im Dialog zu erweitern habe. Die wichtigste Kompetenz liegt für mich in der Fähigkeit, offen und lernbereit zu sein und die eigenen Grenzen stets zu hinterfragen. Genau hier sehe ich auch den Schwerpunkt im Coaching: Was ist mir in meinem Leben wirklich wichtig und bedeutsam? Wie klar sind meine Ziele und was will ich genau erreichen? Aus welcher inneren Haltung heraus kann ich meine größtmögliche Lebenszufriedenheit erreichen? Welche eigenen Entwicklungsspielräume habe ich und wie kann ich diese ausschöpfen? Wer sich diesen Fragen stellt, begibt sich auf eine Reise. Menschen dabei zu begleiten, bereitet mir eine große Freude.
Dr. Martin Hertkorn
INQUA-Institut für Coaching
Vielleicht könnten auch Sie das ganze Jahr über trockenen Fußes ins Büro kommen, mit einer einmaligen Investition von 2,99 für den Knirps und einen alten Hut aus Ihrem Schrank. Sie könnten sich die Kosten für den öffentlichen Nahverkehr, das Taxi oder den eigenen PKW sparen. Und Sie müssten weder einen Parkplatz suchen noch auf Taxi oder Bus warten. Und darüber hinaus würden Sie auch noch durch die sportliche Betätigung während der Wegeszeit Ihre Ressourcen erneuern und Ihr Zeitmanagement optimieren… In Coaching und Organisationsberatung geht es immer darum, mit den geringsten Ressourcen das Maximale zu erreichen. Oft sind die Lösungen erschreckend einfach und man fragt sich, warum man nicht schon früher auf die Idee gekommen ist.
Dr. Martin Hertkorn
INQUA-Institut für Coaching
Wie riskant die Gründung eines Unternehmens ist, zeigt die folgende Auskunft vom Gründerbüro der Investitionsbank Berlin-Brandenburg: „Seit 1996 haben 7.543 Unternehmen am Business-Plan-Wettbewerb teilgenommen, von denen 1.428 noch bestehen“. Das bedeutet, dass es 81 Prozent nicht geschafft haben, d.h. von fünf geben vier auf. Wenn man bedenkt, wie viel Herzblut, Geld und Engagement Firmengründer/innen investieren, ist das ein sehr trauriges Ergebnis, hinter dem schwere Schicksale liegen. Dabei sind es oft die einfachsten Dinge, die vergessen, ausgeblendet oder vernachlässigt werden. Ich spreche übrigens aus eigener Erfahrung. Als ich vor rund 15 Jahren das INQUA-Institut gegründet habe, fehlte es mir vor allem an Wissen in Controlling und Steuerrecht. In der Produktentwicklung, dem Marketing war ich hingegen gut. Ich war leider zu größenwahnsinnig und zu sehr „euphorisiert“, um mir eine professionelle Beratung von Außen zu holen, was mich teuer zu stehen kam. Auch wusste ich nicht einmal, wie viele Formen guter Beratung es gibt. Um so besser, dass sich Gründer/innen von heute unter bestimmten Voraussetzungen durch die KFW-Bank mit einem Gründungscoaching fördern lassen können.
Dr. Martin Hertkorn
INQUA-Institut Berlin
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Verschlagwortet mit Coaching
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Die Angst geht um vor Facebook, vor Web 2.0., dem gläsernen Menschen. Aus meiner Sicht ist diese Angst berechtigt. Nur glaube ich, sie nützt uns nichts. Ich sehe das so ähnlich wie es mit den Handys gelaufen ist: Viele haben versucht, sich zu wehren und jahrelang auf deren Nutzung verzichtet. Heute sind Menschen ohne Handy so gut wie ausgestorben. Aus meiner Sicht geschieht gerade dasselbe mit Facebook: Neulich fragte ich meinen jugendlichen Sohn, „sag mal, wen kennst du, der noch nicht bei Facebook ist?“ Antwort: „Da gibt es niemanden“. Ich selbst bin auf Einladung meines Sohnes Mitglied geworden und gestehe ein, dass Facebook Spaß macht, wenn ich auch nur wenige Minuten in der Woche damit verbringe. Aus meiner Sicht ist es wichtig, die Privatsphäreneinstellung auszunützen und nicht zu persönlich zu werden. Her bedarf es einerseits an Aufklärung, andererseits an internationalen Datenschutz-Gesetzten. Web 2.0. besteht ja nicht nur aus Facebook. Es gehören zig Plattformen dazu, große wie ebay und kleine wie my-hammer.de, wo Privatleute und Handwerker aller Art zusammenfinden. Diesen Plattformen ist es gemeinsam, dass sich die Protagonisten gegenseitig bewerten. Spannend sind soziale und politische Plattformen wie z. B. Neztwerkpolitik.org. All diese Anwendungsformen sorgen für Transparenz, Offenheit, Fairness und Vertrauen, genau die Werte, die mir als Coach wichtig sind.
Dr. Martin Hertkorn
INQUA-Institut für Coaching
Ein alter Freund meinte neulich zu mir: „Urlaubsplanung ist ein nicht zu unterschätzender Beziehungskiller“. Diese Aussage macht deutlich, wie wichtig das Treffen von Entscheidungen für unser Leben bzw. unsere Lebensqualität ist. Denn solange ich über das Urlaubsziel noch nicht entschieden habe, kann ich weder buchen, noch Teilziele planen oder mich der Vorfreude hingeben. Nichts passiert, nichts geht. Innere Stagnation ist die Folge. Entscheidungen sind also wichtige Begleiter unseres Lebens, die uns Glück, Freude und Erfolg bescheren. Die wenigsten Menschen erinnern sich an wirkliche Fehlentscheidungen. Schließlich ist das Leben immer ein Kompromiss und jede Entscheidung hat ihre Vor- UND Nachteile. Eine gute Führungskraft ist daher in der Lage, die Leitplanken immer wieder sichtbar zu machen und sich mit klaren Aussagen zu positionieren. Daher lautet einer meiner Leitsätze: “Lieber eine nicht ganz richtige Entscheidung treffen, als gar keine”. Im Coaching geht es in vielen Fällen vor allem darum, meinen Coachees zu einer Entscheidung zu verhelfen und in ihnen genau die Ressourcen zu stärken, die sie brauchen, um ihre Entscheidungen auch konsequent umzusetzen. Allein durch eine Entscheidung schaffe ich in vielen verzwackten Situation eine neue Basis, die den Schritt hin zur Lösung überhaupt erst möglich macht.
Dr. Martin Hertkorn
Coaching in Berlin
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Verschlagwortet mit Coachee, Entscheidungen, Erfolg, Fehlentscheidung, Fehlentscheidungen, Freude, Glück, Kompromiss, Leben, Lösung, Ressourcen, Stagnation, Teilziel, Vorfreude
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Das Leid in Japan bedrückt uns alle. Wie elend fühlen sich die Menschen, die nie mehr dorthin zurückkehren können, wo sie schon immer gelebt haben, die in Angst leben vor atomarer Verstrahlung? Solche Katastrophen erinnern mich stets auch an unsere eigene Verletzbarkeit und Vergänglichkeit, die in „privaten Tsunamis“ unaufhaltsam auf uns zurollen. Täglich verlieren in Deutschland elf Menschen im Straßenverkehr ihr Leben- das waren im Jahr 2010 in Deutschland 3.657 Menschen. An einer Krebserkrankung starben (2009) insgesamt 216.128 Personen. (s. Statistisches Bundesamt). Allein diese Zahlen zeigen, dass es uns oder einen unserer Lieben jeden Tag “kalt erwischen” kann. Auch ein plötzlicher Arbeitsplatzverlust kann einen ‘persönlichen Tsunami’ auslösen. Im Coaching geht es oft darum, wie mit solchen persönlichen Katastrophen am besten umzugehen ist. Vor diesem Hintergrund lässt sich die auf den ersten Blick negativ wirkende buddhistische Aussage des Dalai Lama „das Leben ist Leiden“ als sehr hilfreich begreifen: Wenn wir diesen Umstand als Tatsache verinnerlichen, können wir auf der einen Seite unabwendbare Schicksalsschläge besser hinnehmen. Auf der anderen Seite ermöglicht uns diese Haltung eine viel intensivere Freude über das, was gerade (nicht) ist, zu empfinden. Damit lässt sich – aus meiner Sicht – eine grundsätzlich höhere Lebenszufriedenheit erreichen.
Dr. Martin Hertkorn
Coaching in Berlin
Zu Guttenberg hat uns mit seiner Erklärung zum Plagiatsvorwurf gezeigt, wie man mit Fehlern nicht umgehen sollte. Im ersten Augenblick erscheint uns das Leugnen von Fehlern immer als angenehmer, als ein ehrliches Bekenntnis. Doch die Welle der Empörung wird dadurch mindestens verdoppelt. Auch große Konzerne wählen immer öfter den Weg der offenen Kommunikation im Umgang mit Katastrophenmeldungen. Ein Beispiel dazu liefert BP mit der Darstellung der Katastrophe im Golf von Mexiko. Der größte Fehler im Umgang mit Fehlern entsteht meiner Meinung nach aus dem Glaube, selbst perfekt und unfehlbar zu sein. Viel besser erscheint mir davon auszugehen, dass die allermeisten Menschen genauso wie ich selbst keine Fehler bewusst machen wollen. Diese Haltung macht es möglich, Fehler als Lernquellen zur Entwicklung hin zu einer fehlerfreieren Zukunft zu sehen, statt im Sumpf von (Selbst-)Schuldzuweisungen zu verharren.
Martin Hertkorn
Coaching in Berlin
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